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über 100 Jahren ist die aus Karlsbad stammende Familie Weinert
im Schaustellergewerbe verwurzelt. Schon in der Gründergeneration
gehörten Schieß- und Ballwurfbude, Schiffschaukel und
Riesenrad sowie ein Eisgeschäft zu den Attraktionen auf vielen
Jahrmärkten.
Während des Zweiten Weltkrieges zog die
Familie nach Bayern, ehe sie für längere Zeit in Düsseldorf
heimisch wurde. Der wirtschaftliche Aufschwung wurde zur idealen
Basis für die Umsetzung neuer kreativer Ideen im Schaustellergewerbe.
Mit Weinerts „Glückskönig“ gelang so etwas
wie ein Markenzeichen im vielfältigen Jahrmarktsangebot –
ein repräsentativer Rundbau, der durch 80 Meter Frontlänge
beeindruckte. Rund 100 Losverkäufer brachten das große
und kleine Glück ans Publikum, das hier oft Schlange stand.
Gab es anfangs noch Dinge, die es eigentlich noch gar nicht geben
konnte: Butter, Zucker, Konserven, Porzellan, die ersten Elektrogeräte.
Ein Highlight der Nachkriegszeit war die Vorführung
von Filmen auf Jahrmärkten, für die Robert Weinert eine
Lizenz der US-Behörden erhalten hatte. Mit dem richtigen
Gespür für Trends und die Erwartungen des Publikums
wurden in der Folgezeit immer wieder neue Perspektiven eröffnet.
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